DaHeim

Eine Dokumentation über drei außergewöhnliche „Heimkinder“, zwischen Hoffnung und Resignation.

Dokumentation | Deutschland 2012 | 65 min
Produktion: moving angel GmbH | Regie: Sigrid Klausmann

Synopsis

DaHeim – eine Regiearbeit von Sigrid Klausmann

"Glück ist, in einer guten Umgebung aufwachsen zu dürfen."
(Dominik, 15)

Die Dokumentation DaHeim portraitiert drei Jugendliche, die nicht wie andere Kinder bei ihren Familien leben, sondern in einem Heim, in einer Wohngruppe. Sie tragen alle einen schweren Rucksack mit sich, voll gepackt mit schlimmen Erlebnissen aus der Kindheit, traumatischen Erfahrungen, Verlustsituationen, mit Minderwertigkeitsgefühlen und Angst  zu versagen. Kein Rucksack gleicht dabei dem anderen, aber eines steckt in jedem: die Tatsache, als Heimkind stigmatisiert zu sein.
Die Jugendlichen geben erstaunlich offen Einblicke in ihre schwierige Vergangenheit und lassen uns für eine Weile ihr Beobachter sein: in der Wohngruppe, in der Schule, im Wald, bei der Begegnung mit Familienangehörigen, in der Freizeit, allein und mit Freunden. Wir lernen die Betreuer und Lehrer kennen, in schwierigen und spannenden Situationen, erleben, was sie aushalten müssen und was sie den Kindern bedeuten. Wir lernen Familienangehörige kennen und erfahren ihre Sicht auf die Dinge, auf ein stigmatisiertes Leben ihrerseits. Wir werden zu Zeugen bewegender Begegnungen.

Der Film zeigt die charakterlich ganz unterschiedlichen jungen Menschen, mit all ihren Facetten, ihrer Unruhe, ihren Minderwertigkeitsgefühlen und Zweifeln, mit ihren Fähigkeiten, Talenten und Hoffnungen, ihrer Vision für eine stabile Zukunft. Es ist überraschend, wie diese Kids die Dinge beim Namen nennen! Ihr Blick auf das eigene Leben ist unsentimental, ihre Schwächen kennen sie besser als ihre Stärken. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fällt Brian, dem Jüngsten, schwer, er will nicht zurück blicken. Hier verblüffen Dominik und vor allem Tatjana mit ihrer Fähigkeit, die Ereignisse der Kindheit zu reflektieren und einzuordnen. In den Gesprächen mit den Kindern fließen Tränen; wenn sie ihr Schicksal schildern, stockt einem der Atem und im nächsten Moment werden wir zum Lachen gebracht. Vor uns sitzen drei Persönlichkeiten, Psychiatrie- und Therapie erfahren, denen die Grundmauern des Lebens fehlen. Und man fragt sich, ob es überhaupt möglich ist, ein solches Fundament im Nachhinein noch zu errichten. Je näher wir ihnen kommen, umso mehr wollen wir, dass sie das schaffen. Es formiert sich der Gedanke, dass die Gesellschaft es sich nicht leisten kann, diese jungen Menschen fallen zu lassen. Aber auch die Frage, ob es das Geld wert ist, das in die Heimerziehung gesteckt wird, wenn man weiß, dass ein Leben ohne Fundament unberechenbar bleibt. Und wenn man weiß, dass das Durchschnittsalter bei der Einweisung heute 14 Jahre beträgt und es damit für eine Kehrtwendung womöglich zu spät ist.

Auch auf der Webseite der Stiftung Tragwerk wird der Film vorgestellt.

Zweite Kino-Premiere "DaHeim"

Wegen großem Andrang nochmalige Filmvorführung!!

Sonntag, den 23. Dezember 2012 um 14 Uhr
Atelier am Bollwerk
Hohe Straße 26, Stuttgart
Beitrag 7,00 Euro

Der Film wird bis auf Weiteres jeden Sonntag um 14.00 Uhr im Programm gezeigt! Bitte beachten Sie ggf. das aktuelle Kinoprogramm!

Kartenreservierung unter:
Tel.: 0711- 6695669

Kartenreservierung online unter:
www.arthaus-kino.de


weitere Filmvorführungen "DaHeim"!

Sonntag, 23. Dezember 2012
14.00 Uhr
Atelier am Bollwerk
Hohe Straße 26, Stuttgart
Beitrag 7,00 Euro

Der Film wird bis auf Weiteres jeden Sonntag um 14.00 Uhr im Programm gezeigt!
Bitte beachten Sie ggf. das aktuelle Kinoprogramm!

Kartenreservierung unter:
Tel.: 0711- 6695669

Kartenreservierung online unter:
www.arthaus-kino.de